Autovermietung Flotter Flitzer

Informatik Johann Penon

Anforderungsdefinition

Aufgabenstellung

Die Autovermietung "Flotter Flitzer" ist auf die Vermietung luxuriöser Sportwagen spezialisiert. Dieser Wagentyp bildet das Hauptangebot, daneben werden aber auch Mittelklassewagen verliehen.

Nunmehr soll die Verwaltung auf EDV umgestellt werden. Vorgesehen ist eine relationale Datenbank, mit der zunächst die Vermietung und die Verwaltung des Fuhrparks (die Angaben über den Fahrzeugtyp und die Dokumentation von Reparaturen) abgewickelt werden können.

Anforderungen an die Benutzerinnen und Benutzer

Bei der Abwicklung der Ausleihe sind zwei Arbeitsbereiche zu unterscheiden:

  • die Ausleihe: Hier werden die Personalien der Kundinnen und Kunden, die ausgegebenen PKW und der Kilometerstand erfasst.
  • die Rückgabe: Die Erfassung der zurückgegebene PKW und der Kilometerstand.

Für die Verwaltung des Fahrzeugbestandes sind ebenfalls zwei Bereiche einzurichten:

  • die PKW-Verwaltung: Hier werden die PKW aufgenommen bzw. abgemeldet.
  • die PKW-Wartung: Die Dokumentation der Reparaturen und die Verwaltung von Informationen über die Werkstätten.

Allen Bereichen müssen sämtliche Angaben zur Verfügung stehen, die für die Erfüllung ihrer jeweiligen Arbeitsaufgaben notwendig sind. Die Daten- und Systempflege verbleibt bei der Systemverwaltung.

Die Erlaubnis, Löschungen vorzunehmen, ist wie folgt geregelt:

  • Kundinnen, Kunden und PKW dürfen nur von der Systemverwaltung gelöscht werden.
  • Hersteller dürfen von der PKW- und Systemverwaltung gelöscht werden.
  • Werkstätten dürfen von der Systemverwaltung und der Wartung gelöscht werden.
  • Daten zur Ausleihe und zur Reparatur dürfen von niemanden gelöscht werden.

Anforderungen an die Arbeitsweise

Bei den Angestellten der Autovermietung kann auf keine EDV-Erfahrung zurückgegriffen werden. Die Benutzung muss daher möglichst einfach und fehlertolerant sein. Online-Hilfen sind zu den wesentlichen Punkten einzubauen. Die Eingaben sind so zu gestalten, dass auch bei einem hektischen Massenbetrieb eine schnelle, fehlerarme Erfassung möglich ist.

Anforderungen an den Leistungsumfang

Die Ausleihe soll mit Hilfe des Programms die Kundinnen und Kunden registrieren und ihnen einen PKW zuteilen, dabei ist auch der aktuelle Tachostand einzugeben. Alle Ausleihvorgänge werden automatisch durchnummeriert. Bei der Rückgabe des Autos werden das Rückgabedatum und der aktuelle Tachostand erfasst.

Als Daten der Kundschaft werden verpflichtend Name, Anschrift, Datum des Führerscheinerwerbs und Geburtsdatum gespeichert. Für die PKW werden verpflichtend Kennzeichen, Hersteller mit Namen, Anschrift und Kontaktperson, Modell mit Namen, Leistung, Hubraum, Klimaanlage, Schiebedach, Länge und Breite und das Datum der Erstzulassung erfasst. Es werden nur Neuwagen direkt beim Hersteller beschafft. Werden PKW aus dem Fuhrpark entfernt, so wird nur die Abmeldung in die Datenbank eingetragen. Der PKW wird erst am Ende des Geschäftsjahres vollständig gelöscht.

Von den Werkstätten werden Name, Anschrift und Kontaktperson gespeichert. Als Daten der Reparatur sind Kennzeichen des entsprechenden PKW, Name der Werkstatt, Reparaturdatum sowie Art und Dauer der Reparatur vorzusehen.

Um Manipulationen vorzubeugen, sind alle Vorgänge zu protokollieren. Die Protokolldatei darf nur von der Systemverwaltung eingesehen und von niemanden gelöscht werden.

Als Geschäftsjahr gilt das Kalenderjahr. Jeweils am Ende des Geschäftsjahres werden alle fortlaufenden Daten, in diesem Fall alle abgeschlossenen Ausleih- und Reparaturvorgänge, aus der Datenbank herausgenommen und für Steuerzwecke auf einem Magnetband gespeichert.

Anforderungen an mögliche Ausbaustufen

In der ersten Ausbaustufe werden die finanziellen Transaktionen nicht erfasst. Als weitere Ausbaustufe soll die Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs einbezogen werden.

Auch die Verwaltung des Personals soll in einer späteren Ausbaustufe realisiert werden.

Anforderungen an das Fehlerverhalten

Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, sollen so weit wie möglich Fehleingaben abgewiesen werden. Auch darf eine Fehlbedienung nicht zum Absturz des Systems und erst recht nicht zum Datenverlust führen. Im Fehlerfall sind aussagekräftige, kontextabhängige Online-Hilfen zu geben.

Anforderungen an die Qualität

Es ist anzustreben, ein möglichst fehlerarmes und wartungsfreundliches Programmsystem zu erstellen. Das Programm soll mit geringem Aufwand auf andere Hard- und Softwareplattformen übertragen werden können. Deshalb ist es notwendig, so weit dies möglich ist, herstellerunabhängige Standards zu benutzen.

Anforderungen an den Datenschutz

Die Kundinnen und Kunden werden mit Abschluss des Vertrages darauf hingewiesen, dass ihre Daten zur Abwicklung der Vermietung elektronisch gespeichert werden. Eine Weitergabe der Daten an Dritte wird ausgeschlossen.

Anforderungen an die Ergonomie

Das Programm soll möglichst optimal ergonomischen Gesichtspunkten genügen. Dies gilt insbesondere für die schnelle Eingabe von Daten an der Ausleihe. Alle Masken sind einheitlich zu gestalten und die Bildschirmformulare sollten mit ggf. vorhandenen Papiervorlagen im Aufbau identisch sein. Alle Masken sollen mindestens Angaben zum Standort im Programm, zum Verlassen der Maske und zum Abbrechen enthalten.

Anforderungen an die Dokumentation

Die Struktur des Programms, inklusive der verwendeten Datenstruktur, der Masken und der kommentierten Programmlistings werden in einem Wartungshandbuch dokumentiert. Das System soll so benutzungsfreundlich gestaltet werden, so dass kein Handbuch nötig ist.

Anforderungen an die Basismaschine

Das System soll auf gängigen aktuellen Rechnern unabhängig vom Betriebssystem implementiert werden können. Wünschenswert wäre eine Wartungsmöglich über das Internet mit gängigen Browsern.

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